Dienstag, 8. März 2005Bueons AiresNach 18st?ndiger Busfahrt durch nichts ausser Pampa (die Gegend heisst wirklich so), und etwa ein bis zwei Provinzst?dte, kamen wir in einem der dichtestbesiedeltsten Gebidete der Welt an - Buenos Aires. Wie mit einem Schlag war man in urbanem Gebiet. Dort wo vorher aus dem linken und rechten Busfenster nichts ausser Steppe war, reihten sich ?ber zehnst?ckige Wohnh?user. Die Fahrt zum Haupt-Busterminal war etwa eine bis zwei Stunden von diesem Bild gepr?gt und f?hrte auch ?ber innerst?dtische Autobahnen.
Da uns die Stadt der guten Luft mit Sonnenschein empfieng, machten wir uns gleich auf die Socken sie zu erkunden. Unser Hostel Telmotango, im San Telmo Quartier, einer Gegend f?r Antiquit?ten- und Kunstliebhaber, war auch in diesem Stiel erbaut und eingerichtet. Das ganze Viertel behielt den Charme des florierendes Ende des 19. Jhahrhunderts. Demnach dauerte es nicht lange bis wir die ersten interessanten Dinge entdeckten. Es gab sehr viele 'Flohmarkt'-Gallerien mit altem Krims und Krams, teilweise sehr gut erhaltene Antiquit?ten wie Stereofotoaparate, Silberbesteck und Tafelsets, Uhren und Schmuck sowie allerlei Kurioses. So vergingen die ersten zwei sonnigen Tage in dieser interessanten und lebhaften Stadt mit Erkundungen und Sightseeing. Die U-Bahn erm?glichte uns ein rasches und komfortables Vorankommen innerhalb der Stadt, was die Vielseitigkeit und Kontraste noch deutlicher machte. Die Stadt bietet sehr viel, alte Viertel, Neue und Alte Kunst, Ausgang, Spass und Kultur. Eines Abends im Telmotango als wir ein kleines Sch?nheitsnickerchen machten, erklang liebliches Latino-Gitarrenspiel begleitet von einer gewaltigen emotionalansprechenden, superbombastischen M?nnerstimme. Aus dem Bett gesprungen, mussten wir dieses Duo live erleben. Gl?cklicherweise folgten noch im Innenhof unseres antiken Herrschaftshauses zwei weitere St?ndchen dieses (wahrscheinlich) Gastes. Von diesem Erlebniss inspiriert freuten wir uns umso mehr auf unseren bevorstehende Tango-Show. In einer Bar, die seit 1912 ihren G?sten in kleinem Rahmen abendliche Vergn?gen bietet, fand diese Show statt. Zwei Tanzpaare, ein Pianospieler, zwei alte Herren als Solisten und eine Combo mit Kontrabass entf?hrten uns in das Nachtleben Buenos Aires und derer Kultur. Die letzten zwei regnerischen Tage beg?nstigten unser Shoppingverhalten, beraubten uns aber leider noch einigen Sehensw?rdigkeiten, wegen welchen wir leider nochmals (irgendwann) diese Stadt genauer unter die Lupe nehmen m?ssen Donnerstag, 3. März 2005Puerto Madryn - Peninsula ValdezDie schicke Kleinstadt (ca. 80'000 Einw.) Puerto Madryn ist einerseits ein Badeort anderseits aber auch Ausgangspunkt f?r die unter Naturschutz stehende Halbinsel Valdez, auf welche wir einen Tagesausflug gemacht haben. Da die Halbinsel relativ gross ist, haben wir uns entschlossen eine gef?hrte Bustour mitzumachen, alternativ h?tten wir wieder ein Auto mieten m?ssen. Die Tour begann im einzigen bewohnten Ort der Halbinsel Pto. Pyramides (300 Nasen), aber anscheinend ein Mekka f?r Wale-Watcher. Wir sahen leider keinen Wahl, war auch nicht Saison.
Danach ging es weiter zu einem K?stenabschnitt wo man eine massgebliche Seeelefanten Population sehen sollte. Tja die hatten aber leider auch nicht Hoch-Saison und es lagen nur noch die letzten faulen Seeelefanten am Strand. Regungslos, ohne nur einen Wank zu machen. Etwas entt?usch gingen wir weiter zur n?chsten Station, den Pinguinen. Diese waren gl?cklicherweise aktiver und posierten f?r die Kamera. Die meiste Zeit jedoch verbrachten sie mit der 'Maske', kratzen, putzen und das Gefeder s?ubern. Die Letzte Attraktion war eine Seel?wen-Kolonie. Diese sollten Hoch-Saison haben, was wir auch h?rten bevor wir es sahen. Die Alpha-M?nnchen markierten ihr Revier mit lautem gebr?ll, auch waren sie sonst aktiver. Besonders ein paar s?sse Junge erkundeten die Umgebung. Das wohl aber eindr?cklichste war, als ein Pot Orcas ihren Jungen das Jagen beibringen wollten. Zumindest sagte das unser Guide, dass dies der Grund f?r Ihr Erscheinen ist. Eine Attacke hat aber leider (f?r uns, gl?cklicherweise f?r die Seel?wen) keiner gestartet, dennoch ist einer dieser Kollose in untmittelbarer N?he (ein bis zwei Meter sch?tzt Michel) zum Strand, entlang geschwommen. WEITERE BILDER FOLGEN IN K?RZE Dienstag, 1. März 2005Comodoro Rivadavia - versteinerter WaldNach einer ewigen Busfahrt kamen wir schlussendlich in unserer n?chsten Destination, Comodoro Rivadavia an ( Die ganze Busreise dauerte 2 Tage inkl. eines 12-st?ndigen Zwischenstops! Dementsprechend sahen und rochen wir auch
In C. Rivadvia g?nnten wir uns unser erstes echtes Hotel. Am Bus-Terminal lernten wir ein junges deutsches Paar kennen, die auch in den 185 km entferneten versteinerten Wald wollten und mieteten gemeinsam ein Auto um dorthin zu gelangen. Lustigerweise hies die Autovermietung Dubrovnik (kroatische Adria-Stadt), war auch die g?nstigste. Am n?chsten Tag nach einer exzessiven und intensiven K?rperpflege machten wir uns auf den Weg zu den 150 Mio. alten Baum?berresten. Obwohl der Ort 'versteinerter Wald' heisst sieht die Gegend eher einer W?ste ?hnlich, also kein Wald im klassischen Sinne. Die Baumst?mme f?hlen sich ganz eigenartig an, eine Mischung zwischen Stein und Holz! Samstag, 26. Februar 2005El Calafate und Perito MorenoWir sind gestern in Argentinien, El Calafate angekommen. Die Stadt ist nach einer Beere benannt (also exakt wie zB 'Die Erdbeere') und so pr?sentierte sie sich uns auch nach ca. vierst?ndiger Busfahrt durch w?sten?hnliche Gebiete. In Mitten dieser Landschaft, ein gr?nes und blumenreiches gepflegtes St?dtchen.
Leider war unsere vorreservierte Herberge nicht ganz so gepflegt, die Leute dort jedoch sehr nett. Wir hausten in einem halben Seefracht-Container der in ein Haus angebaut war. Ok f?r 13 US$ das Zimmer kann man auch nicht alzu viel verlangen. Der Gletscher Perito Moreno im hiesigen Nationalpark ist einer der eindr?cklichsten den wir gesehen haben. Vielleicht auch daher das man bis auf einige Meter (50) hingehen kann und immerwieder St?cke abbrechen und unter ohrenbet?ubendem Krachen in den See st?rtzen. Es gibt noch weitere Sehensw?rdigkeiten hier in der Region aber wir m?ssen solangsam zusehen das wir in den Norden kommen, sonst sind wir in bald drei Monat nicht in Kuba. Freitag, 18. Februar 2005Terra del Fuege National ParkHeute ist unser zweiter Tag in Ushuaia,
oder der erste ganze Tag. Wie dem auch sei, haben wir uns entschlossen nach dem gem?tlichen Dasein auf der Mare Australis ein bisschen wandern zu gehen. Dazu ist der Nationalpark von Feuerland hervorragend geeignet. Die Landschaft ist wundersch?n, zwar nicht mehr ganz so naturbelassen wie jene Orte die wir mit dem Schiff erreicht haben, aber trotzdem toll. So morgen bzw heute um 05:10 geht unser Bus nach Puerto Natales, was der zentrale Ausgangspunkt f?r Trips in den chilenischen National Park 'Torres del Peine' ist. Die Busfahrt dauert 15 Stunden und f?hrt uns quer durch Feuerland. Bis bald dann ... Sanja & Michel |